Der Tradition verpflichtet

Im September des Jahres 1928 wurde die Firma Vyhnalek von Emil Vyhnalek gegründet.

 

Das Gewerbe begann am 02.09.1928. Die ersten Reparaturen wurden in Alt-Hainitz ausgeführt. Später hatte Emil seine Werkstatt im Zentrum Großpostwitz, neben dem ehemaligen Forsthaus. Zu dieser Zeit wurden zunächst Ringmaschinen, Nähmaschinen, Sprechapparate, Fahrräder und Motorräder wie Zündapp, DKW und NSU repariert. In der schweren Nachkriegszeit 1945 mußte viel improvisiert werden, unter anderen Töpfe gelötet. Die Fahrradersatzteile wurden per Rucksack auf dem Fahrrad in Bautzen eingekauft.

   

Kurze Zeit später kaufte er das Haus auf der August-Bebel-Straße 3. Dort richtete er in der damaligen Weißnäherei seine Werkstatt ein. 1951 verstarb plötzlich Emil Vyhnalek. Sein Sohn Johannes Vyhnalek hatte gerade seine Ausbildung beendet. Durch den frühen Tod seines Vaters war es für Johnannes erforderlich innerhalb eines Jahres die Meisterprüfung abzulegen.

   

 

Es war nun möglich das Geschäft seines Vaters weiter zu führen. 1958 hat Johannes Vyhnalek den JAWA-Vertrag bekommen. Damit begann die Aera der 350er Jawa. Die Fahrzeuge wurden in der DDR über die Fahrzeug HO verkauft. Es konnten nur Reparaturen  in der Werkstatt durchgeführt werden. Die Ersatzteilversorgung war gesichert. Nachdem die Jawamodelle Anfang der 70er  nicht mehr eingeführt wurden, ging die Versorgung mit Ersatzteilen langsam zu Ende. 1975 kam der Vertrag mit SIMSON zustande. Der Neuverkauf der Fahrzeuge erfolgte wieder nur über die Fahrzeug HO.

Krankheitshalber konnte Johannes Vyhnalek das Geschäft nicht mehr weiterführen. Zu dieser Zeit hatte sein Sohn Lutz das Studium als Dipl.-Ing. für Kfz-Technik erfolgreich abgeschlossen. Zur Geschäftsübernahme fehlte nur noch der Meisterbrief. Am 18.08.1986 legte er die Meisterprüfung ab. Im September 1986 übernahm Lutz Vyhnalek das Geschäft seines Vaters und sein Lebenswunsch hatte sich erfüllt.

Der Simsonvertrag wurde weitergeführt. Nach der Wende kamen 1990 der Vespa-Piaggio Vertrag und der ZEG Vertrag mit dem großen Fahrradsortiment zustande. Im Herbst 1990 wurde der Vertrag mit Yamaha Motor Deutschland GmbH abgeschlossen. Somit konnte die alte Tradition im Motorradhandwerk weitergeführt werden. Die erste verkaufte Yamaha war eine FZ 750. Ersatzteile wurden anfangs per Telefon bestellt. Dazu wurde das Gespräch beim Fernmeldeamt angemeldet und nach vier Stunden Wartezeit konnte die Bestellung  übermittelt werden.

Die bisherigen Räumlichkeiten reichten nicht mehr aus. 1993 wurde eine neue Werkstatt gebaut. 1995 fand der Um- und Ausbau des Verkaufsraumes statt. Zur Einweihung der neuen Geschäftsräume kam als Gast der damalige deutsche PROSUPERBIKE-Meister aus Schweden Christer Lindholm.

  

Die Ausstellungsfläche reichte bei der Vielfalt der Modelle nicht mehr aus, so dass 1998 nochmals eine Erweiterung notwendig war. 2006 wurde noch ein Lagerraum angebaut.

Im Laufe der Jahre hat sich die Firma so vergrößert, dass inzwischen fünf Mitarbeiter beschäftigt sind. Beide Söhne Hans und Martin haben den Kfz-Beruf erlernt und einer arbeitet in der Firma mit.

Seit Januar 2011 kam zum Yamaha-Vertrag nun Suzuki dazu. Das erfordete erneute Umbauten. Die Werkstatt wurde räumlich komplett verlegt und modernisiert. Aus der ursprünglichen Werkstatt wurde nun der Suzuki-Verkaufsraum.